Befund: Diabetes mellitus Typ 1
Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels charakterisiert ist. Abhängig von der Ursache für den erhöhten Glukosegehalt im Blut werden verschiedene Formen unterschieden, z. B. Typ 1-Diabetes, Typ 2-Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes.
Absoluter Mangel an Insulin
Beim Typ 1- Diabetes liegt ein absoluter Mangel an dem Hormon vor, das den Blutzuckerspiegel reguliert: Insulin. Dieses Hormon wird von den sog. Beta-Zellen produziert. Sie befinden sich in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Insulin veranlasst die Körperzellen, im Blut vorhandene Glukose aufzunehmen, was eine Senkung des Blutzuckerspiegels zur Folge hat. Die aufgenommene Glukose wandeln Körperzellen in Energie um. Fehlt Insulin, absorbieren die Zellen keinen Zucker und der Blutzuckerspiegel bleibt nach der Nahrungsaufnahme hoch.
Rund vier Millionen Diabetiker gibt es in Deutschland
Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) ergaben, dass in Deutschland rund vier Millionen Menschen an einem diagnostizierten Diabetes mellitus leiden. Dabei ist die Zahl der Typ 1-Diabetiker am geringsten: Nur rund 5 % der Diabetiker – so schätzt das RKI – leiden an Typ 1-Diabetes. Bei den meisten Betroffenen manifestiert sich die Erkrankung bereits im Kindes- bzw. frühen Erwachsenenalter. Es gibt jedoch auch Patienten, bei denen der Typ 1-Diabetes erst später zutage tritt.