Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Typ-1-Diabetes

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Diabetes Typ1
Diagnose von Typ-1-Diabetes

Mögliche Symptome bei Typ-1-Diabetes sind u. a. Gewichtsverlust, vermehrter Harndrang oder Erschöpfung. Um einen Typ-1-Diabetes festzustellen, kann vom Arzt eine Messung des Blutzuckergehalts oder ein oraler Glukosetoleranztest durchgeführt werden. Auch ein Test auf vorhandene Antikörper kann hilfreich sein, da diese beim Typ-1-Diabetes eine relevante Rolle spielen. Der sog. HbA1c-Wert bietet sich als alleiniges Mittel für eine Diagnose weniger an, da er bei Typ-1-Diabetikern Schwankungen unterliegt. Nach der Diagnose sollte der Arzt auch auf mögliche Folgeerkrankungen hin untersuchen. Die Gefahr von Folgeschäden ist vor allem dann erhöht, wenn die Erkrankung erst spät entdeckt wird.

Diagnose von Typ-1-Diabetes

Die Symptome bei Typ-1-Diabetes lassen sich meist eindeutig zuordnen. Da Glukose in den Harn gelangt, muss der Körper diese Konzentrationsänderung durch einen erhöhten Wassergehalt des Harns ausgleichen. Dadurch kommt es zu häufigem Wasserlassen (Polyurie) und einem gesteigerten Durstgefühl (Polydipsie). Außerdem verliert der Körper bei Typ-1-Diabetes meist an Gewicht, da Zucker den Zellen nicht mehr als Energielieferant zur Verfügung steht und sie stattdessen die Fettreserven nutzen. Dies kann außerdem zu verstärkter Müdigkeit und Schlappheit führen. In manchen Fällen treten bei Typ-1-Diabetes z. B. auch Sehstörungen oder Harnwegsinfekte auf. Bei manchen Patienten wird der Diabetes auch erst erkannt, wenn es bereits zu einer sog. Ketoazidose – einer kritischen Entgleisung des Stoffwechsels – gekommen ist.

Diagnose von Typ-1-Diabetes anhand Blutzuckermessung und Autoantikörper-Tests

Zur Diagnose eines Diabetes mellitus wird in der Regel eine Bestimmung des Blutzuckergehalts durchgeführt. Die Messung erfolgt im nüchternen Zustand, weshalb dieser Wert auch als Nüchternglukose bezeichnet wird. Beim gesunden Menschen liegt dieser Wert unter 6,1 mmol/l venösem Plasma. Ein Diabetes liegt vor, wenn die Nüchternglukose mehr als 126 mmol/l im venösen Plasma bzw. mehr als 7,0 mmol/l im kapillaren Vollblut beträgt.

Außerdem kann zur Diagnose ein oraler Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt werden, bei dem Glukose verabreicht und die Höhe des Blutzuckerspiegels gemessen wird. Diagnostisches Kriterium für Diabetes ist hierbei ein Blutzucker von mehr als 11,1 mmol/l zwei Stunden nach der Glukoseaufnahme.

Da beim Typ-1-Diabetes vom Immunsystem gebildete Antikörper körpereigenes Gewebe attackieren, kann zu einer Diagnose auch ein Test auf das Vorhandensein bestimmter Antikörper vorgenommen werden. Zu den wichtigsten Antikörpern, die bei einem Typ-1-Diabetes auftreten können, zählen zytoplasmatische Inselzellantikörper (ICA), Antikörper gegen das Enzym Glutamatdecarboxylase (GADA), Antikörper gegen die Tyrosin-Phosphatase IA-2 (IA-2 AK) sowie Insulinautoantikörper (IAA).

Die Bestimmung des HbA1c-Wertes zur Diagnose von Typ-1-Diabetes

Neben dem aktuellen Blutzuckerwert kann auch der Langzeitblutzuckerspiegel Hinweise auf einen vorliegenden Typ-1-Diabetes geben. Dazu wird der sog. HbA1c-Wert ermittelt, der bei gesunden Menschen unter 6 % liegt. Ist dieser Wert erhöht, deutet das auf eine Diabeteserkrankung hin. Allerdings ist dieser Wert gerade in der frühen Phase eines Typ-1-Diabetes nicht zur Diagnose geeignet, da Menschen mit Typ-1-Diabetes oft Blutzuckerschwankungen haben.

Untersuchung auf Folgeschäden nach der Diagnose von Typ-1-Diabetes

Diagnostiziert der Arzt einen Typ-1-Diabetes, ist es sinnvoll, den Patienten auch auf bereits bestehende Folgeschäden zu untersuchen. Vor allem wenn die Erkrankung erst spät entdeckt wurde, besteht die Möglichkeit, dass sich aus dem Typ-1-Diabetes heraus bereits weitere Erkrankungen entwickelt haben. Um diese Folgeerkrankungen auszuschließen, können die Messung des Blutdrucks, eine Kontrolle der Cholesterin- und Blutfettwerte, sowie eine Untersuchung der Organe hilfreich sein.

04. Juni 2019
Eltern haben während der Schulzeit i. d. R. nicht mehr so stark die Möglichkeit, ihr Kind bei der Diabetestherapie zu unterstützen.
  
28. Mai 2019
Menschen mit Typ-2-Diabetes, die gleichzeitig übrgewichtig sind, haben ein erhöhtes Risiko für Fettstoffwechselstörungen.
  
23. Mai 2019
Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Osteoporose, u. a. weil bei ihnen häufig ein Vitamin-D-Mangel vorliegt.
  
30. April 2019
Zur Therapie von Typ-2-Diabetes können verschiedene Medikamente wie z. B. Sulfonylharnstoffe oder DPP-4-Hemmer zum Einsatz kommen.
  
Diagnose Diabetes Typ-1

Mögliche Symptome bei Typ-1-Diabetes sind u. a. Gewichtsverlust, vermehrter Harndrang oder Erschöpfung. Um einen Typ-1-Diabetes festzustellen, kann vom Arzt eine Messung des Blutzuckergehalts oder ein oraler Glukosetoleranztest durchgeführt werden. Auch ein Test auf vorhandene Antikörper kann hilfreich sein, da diese beim Typ-1-Diabetes eine relevante Rolle spielen. Der sog. HbA1c-Wert bietet sich als alleiniges Mittel für eine Diagnose weniger an, da er bei Typ-1-Diabetikern Schwankungen unterliegt. Nach der Diagnose sollte der Arzt auch auf mögliche Folgeerkrankungen hin untersuchen. Die Gefahr von Folgeschäden ist vor allem dann erhöht, wenn die Erkrankung erst spät entdeckt wird.

Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper das Hormon Insulin nicht mehr produzieren kann. Dadurch ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht und die Betroffenen leiden u. a. an starkem Harndrang und Durst sowie Müdigkeit. Betroffene von Typ-1-Diabetes müssen den Insulinmangel durch eine täglich zugeführte, individuell abgestimmte Insulindosis ausgleichen. Dabei unterscheidet man lang und kurz wirkendes Insulin. Das lang wirkende Insulin deckt den Grundbedarf des Körpers, während das kurz wirkende Insulin auf die jeweils geplante Mahlzeit abgestimmt werden muss. Bei einer falsch eingestellten Insulindosis können Über- oder Unterzuckerungen die Folge sein. ­

Therapie Diabetes Typ1

Typ-1-Diabetiker sind auf die tägliche Zufuhr von Insulin angewiesen, da der Körper nicht mehr in der Lage ist, dieses Hormon zu produzieren. Bei der intensivierten konventionellen Insulintherapie wird ein Basisinsulin, das den Grundbedarf deckt und ein Bolusinsulin, welches auf die Mahlzeiten abgestimmt ist, injiziert. Eine weitere Variante ist die Insulinpumpentherapie, bei der die Insulinpumpe zu festgelegten Zeiten Insulin abgibt. Die Dosis kann per Knopfdruck erhöht und somit an Faktoren wie Ernährung oder Bewegung angepasst werden. Damit Diabetiker den richtigen Umgang mit ihrer Erkrankung lernen und mehr über die Therapieoptionen erfahren, bieten sich Diabetiker-Schulungen an.